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Elektronisches Abfallnachweisverfahren: Die heiße Phase beginnt

(14.12.2009)

Am 01.04.2010 wird das neue elektronische Abfallnachweisverfahren verbindlich. Abfallerzeuger, -beförderer und –entsorger haben also nur noch drei Monate Zeit, sich für das neue Verfahren zu rüsten. Seitdem die Zentrale Koordinierungsstelle Abfall (ZKS Abfall) im November den Echtbetrieb aufgenommen hat, kann sich jedes nachweispflichtige Unternehmen dort registrieren und Erfahrungen mit dem elektronischen Abfallnachweisverfahren sammeln.

Unternehmen sollten die Zeitschiene auch deutlich vor Augen haben, wenn es um die Einführung der elektronischen Signatur geht. Im Rahmen des eANV ist diese ab dem 01.40.2010 für Abfallentsorger und Behörden verpflichtend, ab dem 01.02.2011 auch für Abfallerzeuger und –beförderer. Mehr als 60 IHKs stehen mit ihrem Signaturservice bereit, um den Unternehmen die benötigte Signaturausstattung zu vermitteln.

Da die Signaturkarten immer individuell bei Trustcentern produziert werden, ist dafür eine entsprechende Lieferzeit einzukalkulieren. Regulär müssen Kunden etwa drei Wochen auf ihre Signaturkarten warten. Doch wenn im Zuge des eANV die Nachfrage plötzlich in die Höhe schnellt, können sich diese Zeiten auch schon einmal verlängern. Fazit: Je eher die Signaturkarten bestellt werden, desto besser.

Im Unternehmen muss also rechtzeitig festgelegt werden, wer eine Signaturkarte erhalten soll. Denn jeder Mitarbeiter, der im Rahmen des eANV elektronisch signiert, benötigt eine eigene Karte. In die Signatur kann neben dem Namen des Inhabers auch seine Firmenzugehörigkeit mit aufgenommen werden. Erforderlich ist das aber nicht. Im übrigen kann man die Verwendung der Signaturkarte direkt auf das elektronische Abfallnachweisverfahren zuschneiden, indem man etwa die Formulierung aufnimmt: „Das Zertifikat wird ausschließlich zum Signieren von Nachrichten im Rahmen des elektronischen Abfallnachweisverfahrens eingesetzt und ist in seiner Wirksamkeit auf diesen Einsatzbereich beschränkt.“

Außerdem müssen die Unternehmen natürlich entscheiden, mit welcher Software sie das elektronische Abfallnachweisverfahren einführen möchten. Es gibt verschiedene Systeme zur Auswahl: Die Basis-Anwendung ist das „Länder-eANV“ der ZKS Abfall, das kostenlos zur Verfügung steht, aber keinen großen Komfort bietet. Weitere Primäranbieter sind „Modawi“, „Zedal“, „Nsuite“, „eANV / Fritz und Macziol“ und „AV-IS eANV“, die alle auch die IHK-Signaturkarte unterstützen.

 

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