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D-TRUST sichert Zugriffe auf elektronische Patientenakte

(19.02.2020)

Welche Medikamente nimmt ein Patient, welche Vorerkrankungen hat er, wie verliefen frühere Behandlungen? Ab 2021 sollen alle gesetzlich Versicherten eine elektronische Patientenakte (ePA) erhalten, die genau diese Informationen bündelt. Der Zugriff des Versicherten auf die ePA erfolgt mittels der elektronischen Gesundheitskarte (eGK). Doch was passiert bei einem Verlust oder Wechsel der eGK? In diesem Fall muss der Zugriff auf die Akte und die eindeutige Zuordnung von Akte und Versicherten technisch sichergestellt werden – einen Teil dieser Aufgabe übernimmt D-TRUST.

D-TRUST, ein Unternehmen der Bundesdruckerei, wurde von der gematik GmbH beauftragt, den sogenannten Schlüsselgenerierungsdienst 2 (SGD2) für die ePA als Dienst der Telematikinfrastruktur (TI) für die elektronische Gesundheitskarte aufzubauen und zu betreiben. „Als qualifizierter Vertrauensdiensteanbieter in Deutschland sind wir stolz, mit dem Schlüsselgenerierungsdienst einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit und Bereitstellung einer zugelassenen elektronischen Patientenakte zu leisten“, sagt Dr. Kim Nguyen, Geschäftsführer der D-TRUST GmbH. Die Einführung der ePA ermöglicht dem Versicherten die Verwaltung seiner persönlichen Gesundheitsdaten, die ihm vom Arzt, seiner Krankenkasse oder seinen Gesundheits-Apps bereitgestellt werden. Dieser Service wird seitens der Krankenkassen über 70 Millionen gesetzlich Versicherten und über 200.000 Leistungserbringern ab 2021 zur Verfügung gestellt.

Hintergrund: Jede ePA wird mit zwei Schlüsseln verschlüsselt. Der erste Schlüssel wird stets bereitgestellt von dem jeweiligen Schlüsselgenerierungsdienst 1 des Herausgebers der entsprechenden elektronischen Gesundheitskarte, also den gesetzlichen Krankenkassen. Der zweite Schlüssel wird alleinig erstellt vom zentralen SGD2 der gematik – von D-TRUST. Während der SGD1 für eine begrenzte Anzahl von Nutzern des jeweiligen Kartenherausgebers zur Verfügung gestellt wird, muss der SGD2 als zentraler Dienst in der TI allen gesetzlich Versicherten für die Bildung des zweiten Schlüsselpaares zur Verfügung stehen.

„Der SGD2 ist für die Sicherheit der ePA zentral notwendig, um einen nutzerkontrollierten Zugriff auf die Akte zu ermöglichen und nimmt damit funktional und organisatorisch eine wichtige Stellung in der TI ein“, so Nguyen. Aus diesem Grund und wegen der hohen Zahl von Nutzern bestehen für den SGD2 entsprechend der Spezifikationen der gematik höchste Anforderungen an Verfügbarkeit und Performance.

Bundesdruckerei und D-TRUST sind zudem mit weiteren Diensten und Produkten im E-Health-Bereich tätig, auch im Auftrag der gematik. D-TRUST produziert unter anderem die beiden relevanten Karten für die TI: den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA) und den elektronischen Praxisausweis- bzw. Institutionsausweis (SMC-B).

Weitere Informationen zu den E-Health Lösungen der Bundesdruckerei und D-TRUST finden Sie hier.

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