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IHK-Signaturkarte für Sachverständige immer breiter verfügbar

(15.01.2019)

Bei insgesamt 22 Industrie- und Handelskammern können von der IHK öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige mittlerweile persönlich ihre Signaturkarte beantragen. Weitere IHKs werden folgen.

Diejenigen Sachverständigen, deren IHK noch keinen Signaturservice zur Verfügung stellt, können die Sachverständigen-Signaturkarte auch per PostIdent-Verfahren beantragen. Der Link zur Antragstellung lautet http://www.d-trust.net/IHKsachverstaendige Hierbei füllt der Sachverständige den Signaturantrag selbstständig aus, stellt die Antragsunterlagen zusammen und lässt sich dann in einer Post-Filiale identifizieren. Die genaue Anleitung ist im o.g. Link enthalten. Die zuständige IHK-Bestellungskörperschaft muss in diesem Falle lediglich per Vordruck bestätigen, für welchen Tenor der Sachverständige bei der IHK öffentlich bestellt und vereidigt ist.

Mit einer persönlichen IHK-Signaturkarte können öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige ihre Gutachten rechtsverbindlich in elektronischer Form vorlegen und an die Gerichte übermitteln. Die rechtlichen Voraussetzungen sind durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB), die Zivilprozessordnung (ZPO) und weitere Gesetze und Verordnungen gegeben. Viele Sachverständige haben bereits Interesse an der elektronischen Signatur signalisiert. Antworten auf praktische Fragen und Hintergrundinformationen zur Sachverständigen-Signatur bietet die DE-CODA GmbH auf ihrer Website mit zwei neu eingerichteten Rubriken zum Verfahren allgemein sowie speziell zur Antragstellung der Sachverständigen-Signaturkarte .

Die qualifizierte elektronische Signatur ist der Unterschrift von Hand rechtlich gleichgestellt und bereits in vielen Fachverfahren im Einsatz. Für die spezielle Sachverständigen-Signaturkarte, die die IHKs in Kooperation mit der D-TRUST GmbH und der DE-CODA GmbH einführen, wird als Zusatzinformation die Sachverständigen-Tätigkeit beglaubigt übermittelt. Neben dem Namen des Sachverständigen gehen aus der Signaturkarte der Bestellungstenor und die Bestellungskörperschaft hervor. Diese Angaben entsprechen dem Rundstempel des Sachverständigen. Die IHK als bestellende Körperschaft muss zu diesem Zweck bei der Signaturbeantragung die Angaben bestätigen. Sie erhält auch die Möglichkeit, die Sachverständigen-Signaturkarte zu sperren, wenn die Bestellung erlischt.

Der Preis für die Sachverständigen-Signaturkarte (Erstkarte) bei IHK-Beantragung beträgt 175,00 € incl. MwSt. In Kürze wird der Sachverständigen-Signaturantrag auch per PostIdent-Verfahren zum Preis von 189,21 € incl. MwSt, zur Verfügung stehen. Hinzu kommen die Anschaffung eines Kartenlesegeräts mit eigenem Tastenfeld und einer Anwendungssoftware zur Signierung von Dateien.

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