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Milliardenschäden durch IT-Angriffe

Erschreckende Zahlen: Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbandes Bitkom entstehen der deutschen Wirtschaft durch IT-Diebstahl, -Spionage und -Sabotage jährliche Gesamtschäden von 223 Milliarden Euro.

Damit, so Bitkom, hätten kriminelle Attacken erneut für Rekordschäden gesorgt: Die Schadenssumme sei mehr als doppelt so hoch wie in den Jahren 2018/2019, als sie noch 103 Milliarden Euro p.a. betrug. Neun von zehn Unternehmen (88 Prozent) seien 2020/2021 von Angriffen betroffen gewesen. „Haupttreiber des enormen Anstiegs sind Erpressungsvorfälle, verbunden mit dem Ausfall von Informations- und Produktionssystemen sowie der Störung von Betriebsabläufen. Sie sind meist unmittelbare Folge von Ransomware-Angriffen. Durch sie werden Computer und andere Systeme blockiert, anschließend werden die Betreiber erpresst.“

Ein Großteil der Angriffe beginne, so Bitkom weiter, mit Social Engineering, der Manipulation von Beschäftigten. Die Kriminellen nutzten den „Faktor Mensch“ als vermeintlich schwächstes Glied der Sicherheitskette aus, um etwa sensible Daten wie Passwörter zu erhalten. Bei 41 Prozent der befragten Unternehmen habe es zuletzt solche Versuche gegeben – 27 Prozent der Befragten hätten angegeben an, unter anderem per Telefon kontaktiert worden zu sein, 24 Prozent per E-Mail.

Um künftig besser vor Diebstahl, Spionage und Sabotage geschützt zu sein, erwarte die deutsche Wirtschaft laut Bitkom wirksame politische Antworten: Jeweils 99 Prozent der Unternehmen fordern ein stärkeres Vorgehen gegen Cyberattacken aus dem Ausland, eine verstärkte EU-weite Zusammenarbeit bei Cybersicherheit und einen besseren Austausch zu IT-Sicherheit zwischen Staat und Wirtschaft. 94 Prozent wünschen sich ein Förderprogramm für mehr IT-Sicherheit im Homeoffice. Einen stärkeren Einsatz der Politik, um Unternehmen vor Cyberangriffen zu schützen, erhoffen sich 85 Prozent der Unternehmen.

Die Pressemitteilung von Bitkom sowie Handlungsempfehlungen finden Sie hier.