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Nur knapp die Hälfte der Unternehmen schult Mitarbeiter regelmäßig zur IT-Sicherheit

(28.08.2017)

Nicht einmal jedes zweite Unternehmen in Deutschland (46 Prozent) schult seine Mitarbeiter regelmäßig zur IT-Sicherheit; immerhin 18 Prozent planen solche Schulungen. Das ist ein Ergebnis einer im Sommer im Auftrag des IT-Sicherheitsunternehmens Bun-desdruckerei GmbH vorgelegten Studie. Für die Studie „Digitalisierung und IT-Sicherheit 2017“ wurden wie im Vorjahr 556 Führungs-kräfte befragt, die in ihrem Unternehmen für IT-Sicherheit verantwortlich sind. „Das schwächste Glied in der Kette bestimmt die IT-Sicherheit in einer Organisation – und das sind meist die Mitarbeiter“, sagt Ulrich Hamann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesdruckerei GmbH.

Grundsätzlich sind sich laut Umfrage die meisten Unternehmen der Cyberbedrohung durch die zunehmende Vernetzung bewusst. Fast drei Viertel der Befragten sehen IT-Sicherheit als Basis für eine erfolgreiche Digitalisierung. Mehr Unternehmen als im Vorjahr haben konkrete IT-Sicherheitsmaßnahmen bereits getroffen oder planen dies.

„Unsere Befragung zeigt: Die allermeisten Unternehmen hierzulande nutzen Basismaßnahmen wie verschlüsselte Netzwerkver-bindungen, gleichzeitig verzichten sie bislang meist auf aufwändige Mittel wie regelmäßige Sicherheitszertifizierungen oder ein Informationssicherheits-Managementsystem“, sagt Hamann.

Ein weiteres Ergebnis der Studie: Erweiterte Authentifizierungsverfahren, die etwa über die Eingabe statischer Passwörter zur Benutzeridentifikation hinausgehen, setzen weniger als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland ein (43 Prozent). Auch E-Mail-Verschlüsselung gehört keineswegs zum Standard in deutschen Unternehmen: Nur 45 Prozent schützen ihre E-Mail-Kommunikation über ein Verschlüsselungssystem.

Noch seltener werden zertifikatsbasierte Kryptographielösungen über eine – eigene oder fremde – Publik-Key-Infrastruktur genutzt: Nur drei von zehn nutzen solche PKI-Lösungen, die herkömmlichen Verschlüsselungs- und Authenfiizierungsverfahren überlegen sind. Digitale Signaturen sind schließlich von allen genannten Sicherheitsmaßnahmen noch am wenigsten verbeitet: Nur in jedem sechsten Unternehmen existieren die Voraussetzungen für das digitale Unterschreiben.

Wie weit Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation sind, können sie schnell und kostenlos im Digi-Check der Bundesdruckerei ermitteln. Dort erhalten sie im Nachgang zudem konkrete Empfehlungen für mögliche nächste Schritte.

Zur Methodik der Studie: Die Angaben basieren auf einer repräsentativen Unternehmensbefragung, die Kantar Emnid im Auftrag der Bundesdruckerei im Frühjahr 2017 durchgeführt hat. Dafür wurden insgesamt 556 nach Branchen und Größenklassen repräsentativ ausgewählte Unternehmen mit mindestens 20 Mitarbeitern zu Themen rund um Digitalisierung und IT-Sicherheit. Befragt wurden Führungskräfte, die in ihrem Unternehmen für das Thema IT-Sicherheit verantwortlich sind.

Quelle: Bundesdruckerei GmbH,
www.bundesdruckerei.de
 

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